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Maßnahmen in den Zonen I und II Druckversion   |   Änderungsdatum 25.01.2021

Diese Maßnahmen gelten zusätzlich zu den für die Schweinebestände in ganz Belgien vorgesehenen Maßnahmen.

Die folgenden Maßnahmen gelten für alle Schweinebetriebe in den Zonen I und II:

    • Der gesamte Schweinebestand muss entweder innen oder so gehalten werden, dass die Schweine vollständig von Wildschweinen abgetrennt sind.
    • Jeder Halter muss sein Möglichstes dafür tun, dass das Material, die Futtermittel sowie die Streu, die mit den Schweinen in Kontakt kommen könnten, nicht für Wildschweine zugänglich sind.
    • Angemessene Desinfektionsmittel müssen an den Eingängen und Ausgängen der Ställe und des Betriebes platziert und genutzt werden.
    • Besucher des Betriebes müssen geeignete Hygienemaßnahmen befolgen, insbesondere wenn sie mit Wildschweinen (oder Teile von diesen) in Berührung gekommen sind.
    • Kontaminierte Waren und Materialien dürfen nicht in den Schweinebetrieb gebracht werden.
    • Alle toten oder kranken Schweine, die Symptome der Afrikanischen Schweinepest aufweisen, müssen untersucht und einem Test zum Nachweis der Afrikanischen Schweinepest unterzogen werden.
    • Ein Verzeichnis über alle Schweine des Betriebs muss erstellt werden.
    • Der Betrieb erfüllt die Anforderungen in Bezug auf die Biosicherheit und befolgt die Maßnahmen des Königlichen Erlasses vom 18. Juni 2014 zur Festlegung von Maßnahmen zur Vorbeugung gegen meldepflichtige Schweinekrankheiten.

Neben diesen allgemeinen Maßnahmen gelten auch Einschränkungen für die Verbringungen von Schweinen sowie aus Schweinen gewonnenen Produkten. Diese Maßnahmen variieren je nachdem, ob sich die Schweinebetriebe in der Zone I oder II befinden.

In der Zone II gelten die folgenden Maßnahmen:

    • Die Lieferung von lebenden Schweinen an einen Ort außerhalb der Zone ist verboten. Ausnahmen können unter strengen Bedingungen gewährt werden: Bedingungen bezüglich der Verbringung von Schweinen aus Zone II.
    • Die Lieferung von Schweinesamen, -eizellen und -embryonen an einen Ort außerhalb der Zone ist verboten.
    • Die Lieferung von Schweinefleisch, Schweinefleischzubereitungen, Schweinefleischerzeugnissen und jedem anderen Produkt, das Schweinefleisch beinhaltet, an einen Ort außerhalb der Zone ist verboten.
    • Die Lieferung von tierischen Nebenprodukten, die aus Tieren der Gattung Schwein gewonnen werden, an einen Ort außerhalb der Zone ist verboten.

In der Zone I gelten die folgenden Maßnahmen, die nur den internationalen Handel betreffen:

    • für den innergemeinschaftlichen Handel: Verbot, lebende Schweine in andere Mitgliedstaaten zu versenden. Ausnahmen können unter strengen Bedingungen gewährt werden: Bedingungen bezüglich der Verbringung von Schweinen aus Zone I.
    • Für die Exporte: Ob die Möglichkeit besteht, Waren zu exportieren, hängt von den Bedingungen ab, die das jeweilige Drittland beschlossen hat. Mehr Informationen finden Sie auf unserer Seite „Export“.

 

Lockerung der Maßnahmen bezüglich der ASP mit Hinblick auf die Ernte


Der Wissenschaftliche Ausschuss hat auf Grundlage einer kürzlich erschienenen deutschen wissenschaftlichen Studie über das Übertragungsrisiko der ASP durch geerntete Futterpflanzen eine Stellungnahme im Dringlichkeitsverfahren ausgearbeitet. Demnach kann das von in den Risikozonen für die ASP geernteten Futterpflanzen ausgehende Risiko viel geringer eingeschätzt werden.

Die Maßnahmen bezüglich der Ernte 2020 in den Zonen und der Verwendung der geernteten Pflanzen werden daher im Vergleich zum letzten Jahr gelockert.

Konkret heißt dies:

  • Ernte in der Zone II (infizierte Zone)
    Alle im Jahr 2019 für die Kulturen geltenden Biosicherheitsmaßnahmen bleiben weiterhin in Kraft, d.h.:
    • Vorausgehende Inspizierung der abzuerntenden Parzellen, um diese auf das Vorhandensein von Wildschweinkadavern zu überprüfen;
    • Desinfektion und Reinigung der Ernte- und Transportgeräte.
  • Ernte in der Zone I (Pufferzone)
    Rückkehr zu „normalen“ Erntebedingungen und Streichung von spezifischen Biosicherheitsmaßnahmen, die mit der Ernte und dem Transport einhergehen.
  • Lagerung der Erzeugnisse aus den Zonen I und II
    Die aus den ASP-Zonen stammenden landwirtschaftlichen und pflanzlichen Erzeugnisse müssen von denen getrennt werden, die außerhalb dieser ASP-Zonen geerntet wurden. Diese Erzeugnisse müssen vor der Vermarktung über die gewohnten Kanäle und/oder dem Gebrauch für Schweine während eines Zeitraums von mindestens 30 Tagen gelagert werden. Diese Erzeugnisse dürfen nicht vor Ablauf dieser Frist für Schweine verwendet werden.

    Nach dreißigtägiger Lagerung werden diese Erzeugnisse als sicher betrachtet und dürfen auch zu Schweinefutter verarbeitet werden.

    Das bedeutet demnach auch, dass alle verbleibenden Bestände aus dem Jahr 2019 uneingeschränkt genutzt werden können.
 
   
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